Azubi-Blog – Teil 1

Hallo, ich bin Jana Nelly Krebs und 19 Jahre jung. Seit August 2020 absolviere ich eine Ausbildung zur Fachkraft für Rohr,- Kanal- und Industrieservice bei der Firma Drekopf in Krefeld. In meiner Freizeit bin ich Sportschützin und im Reitsport tätig, dort nehme ich regelmäßig an Wettkämpfen teil. Um mich körperlich und mental zu stärken, gehe ich zudem ins Fitness Studio. Ich liebe es im Team zu arbeiten, bin aber auch mal gerne für mich alleine. Am liebsten bin ich in der Natur, ohne Handy, und genieße alles um mich herum. Zuhause lese ich die Bibel, um abzuschalten und mich näher mit Gott zu befassen.

Warum habe ich mich für die Ausbildung zur Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice entschlossen?

Ich habe mich für die Ausbildung zur Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice entschlossen, weil ich die Umwelt schützen und Kanäle instand halten möchte. Mir gefällt es, einen handwerklichen und zudem sehr technisch bezogenen Beruf zu erlernen, sowie bei Wind und Wetter an der frischen Luft zu sein. Ich arbeite gerne mit Kunden und möchte zudem etwas für ein besseres Leben in unserer Gesellschaft beitragen.

Wie bin ich auf den Beruf aufmerksam geworden?

Durch eine Ausbildungsmesse bin ich auf diesen Ausbildungsberuf gestoßen. Es hat mich einfach fasziniert, dass man mit so viel Hightech arbeitet und zugleich die Welt ein wenig verbessern kann. Außerdem gibt es viele verschiedene Bereiche, in denen man Arbeiten kann und viel Kundenkontakt hat. Ich hatte mir bereits einige Berufe angesehen und bin bei dem Beruf als Fachkraft für Rohr-, Kanal – und Industrieservice ich letztendlich stehen geblieben. Ich konnte mir auf Anhieb vorstellen, dieses Berufsfeld zu erlernen. Ich fand es interessant was die Auszubildenden auf der Messe, von den Aufgaben in der Ausbildung berichtet haben. Als Vorführmodell ließen sie eine Kamera fahren, die nur mit einen Joystick gesteuert wurde.

Es stört mich überhaupt nicht, dass es kein klassischer Ausbildungsberuf für Frauen ist. Ich habe mir in den Kopf gesetzt, diese Ausbildung zu machen und keine andere.

Ich erzählte meiner besten Freundin davon, was ich später beruflich einmal machen möchte. Sie erklärte mich zwar für verrückt, hat mich aber trotzdem in allem unterstützt. Ein paar Tage später schickte Sie mir ein Foto von einem Saugwagen der Firma Drekopf mit dem Satz: „Das wird dein neuer Arbeitgeber!“. Dieses Bild schickte sie mir jeden Tag, mit der Aussage, bewirb dich, absagen können sie immer noch. Nach zwei Wochen schickte mir bereits meine ganze Stufe täglich das Foto mit dem Saugwagen.

Meine Bewerbung war ganz „oldschool“

Also schrieb ich meine Bewerbung an Drekopf. Ganz „old school“, handschriftlich. Ich wollte auffallen und mich von den anderen Bewerben abheben. Da ich eine Frau bin, habe ich es sowieso schwerer in einem Männerberuf Fuß zu fassen. Ich war wirklich glücklich, die Chance auf ein Bewerbungsgespräch bei Drekopf in Krefeld erhalten zu haben. Vor dem Gespräch ging mir so viel durch den Kopf: Was erwarten sie von mir? Was fragen sie mich? Hoffentlich verstelle ich mich nicht. Aber am Ende war alles halb so wild.

Meine Kollegen haben mich sehr gut aufgenommen

Ich bin sehr glücklich einen Vater zu haben, der mich unglaublich unterstützt und immer für mich da ist. Er hätte nicht damit gerechnet, dass ich so aufblühe und so viel Spaß bei der Arbeit habe. Die Arbeitskollegen haben mich sehr gut aufgenommen und unterstützen mich, wo es nur geht. Meine Kollegen gehen mit mir um, wie mit einem Arbeitskollegen und nicht wie mit einer Arbeitskollegin weshalb ich ihnen sehr dankbar bin. Ich möchte den Beruf erlernen auch, wenn er von Männern dominiert wird. Mir ist bewusst, dass ich ab und zu Sprüche zu hören bekomme oder ab und an Hilfe benötige. Aber ich möchte keine Extrabehandlung haben, nur weil ich eine Frau bin. Ich werde meinen Weg gehen und auf diesem könnt ihr mich künftig begleiten. Eure Jana